Android Grundlagen – Was sind CID, MID und SKU?

Als ich das erste mal überlegte, mein Smartphone zu modden – damals wie heute ein HTC Smartphone – wurde ich sehr schnell mit Begriffen wie CID, MID und SKU konfrontiert. Prompt stellte sich mir die Frage: „Was ist das und was sollen mir diese Dinge sagen?“ Wenn Ihr Euch aktuell genau die gleiche Frage stellt, dann soll dieser Artikel versuchen, die Fragezeichen in Euren Köpfen durch Ausrufezeichen zu ersetzen.

Die MID – Model-ID

Die Model-ID – kurz MID – ist die numerische Modellbezeichnung eines Smartphones. Bei dem gleichen Smartphone kann diese verschieden sein, da sie dazu dient, die Geräte für verschiedene Märkte zu kennzeichnen. Beispielsweise gilt für das HTC 10, dass es aktuell zwei bekannte MIDs gibt:

  • 2PS620000 – GSM-Geräte
  • 2PS650000 – CDMA-Geräte

Dies liegt auch daran, dass in Nordamerika – USA und Kanada – zwei verschiedene Basistechnologien im Mobilfunk – CDMA und GSM – verwendet werden. CDMA (Code Division Multiple Access) und GSM (Global System for Mobiles) sind Abkürzungen für die beiden Haupt-Funksysteme, die in Mobiltelefonen eingesetzt werden. In den USA nutzen die Netzbetreiber Sprint, Verizon und US Cellular den CDMA Standard, AT&T und T-Mobile US nutzen – analog zu europäischen Anbietern – GSM.

Die CID – Carrier-ID

Die Bedeutung der Carrier-ID – kurz nur als CID bezeichnet – kann man sich bereits von Ihrem Namen ableiten. Sie ist eine 8-stellige Kennung und gibt an, durch welchen Mobilfunkbetreiber das Gerät herausgegeben wurde. In Deutschland gibt es aktuell drei HTC CIDs von Mobilfunkbetreibern und weitere drei allgemeine HTC CIDs. Diese lauten

  • O2___102 – o2online Deutschland
  • T-MOB101 – T-Mobile Deutschland
  • VODAP102 – Vodafone Deutschland
  • HTC__001 – HTC WWE (WorldWideEurope) International
  • HTC__102 – HTC WWE (WorldWideEurope) Deutschland
  • 11111111 – SuperCID

Die CID sagt Euch also für welchen Betreiber das Gerät von HTC produziert wurde.

Die SKU – Stock Keeping Unit

Abschließend bleibt noch zu klären, welche Bedeutung der Stock Keeping Unit – kurz SKU – zu Teil wird. Dazu muss ich kurz auf die sogenannte Build-Nummer der Firm-/Software eingehen. Diese hat bei HTC in der Regel die Form x.x.xxx.x. Die eigentliche Versionsnummer besteht allerdings nur aus den ersten beiden Zahlenblöcken (z.B. 1.30.xxx.x), bei der der erste Eintrag für die Android-Version und der Zweite für die Bearbeitungen seitens HTC steht. Der dritte Zahlenblock ist die SKU. Sie verrät Euch ob bzw. welches Branding vorhanden ist. Bei uns in Deutschland kommen vier verschiedene SKUs vor:

  • x.xx.401.x – brandingfreies WWE Gerät
  • x.xx.111.x – gebrandetes T-Mobile Gerät
  • x.xx.161.x – gebrandetes Vodafone Gerät
  • x.xx.206.x – gebrandetes o2online Gerät

Bei einem HTC 10 besagt die Build-Nummer 1.30.401.8, dass auf dem Gerät

  • 1. – Android 6.0.1
  • 30. – in Revision 30
  • 401. – als WWE Gerät
  • 8 – und mit Hot Fix 8

läuft.

Zusammenspiel von MID, CID und SKU

Die wesentlichste Eigenschaft der drei Parameter liegt in ihrem Zusammenspiel. So enthält jedes OTA (Over The Air) Update bei einem Hersteller die sogenannte android-info.txt Datei. In Ihr sind die zulässigen Kombinationen aus MID, CID und SKU festgehalten, die das jeweilige Update erhalten dürfen. Habt Ihr also einen der drei Parameter verändert, so dass er mit dieser Datei nicht mehr übereinstimmt und/oder nicht in dieser erhalten ist, werdet ihr das angebotene Update nicht auf Eurem Smartphone installieren können.

Eine weitere wichtige Eigenschaft stellt die Tatsache dar, dass jedes verkaufte Smartphone eine sogenannte /preload Partition besitzt. Auf ihr befinden sich – in Ordnern sortiert – alle betreiberabhängig zu installierenden Apps. Beim ersten Starten und Einrichten Eures Handys – beispielsweise HTC 10 – erkennt die ROM aus der Kombination von CID und SKU bei welchem Mobilfunktbetreiber das Gerät gekauft wurde und installiert so bereits im Zuge dessen alle in dem jeweiligen Ordner der /preload Partition enthaltenen – oft als Bloatware bezeichneten – Anwendungen vor. Bei o2 sind dies unter Anderem diverse o2 Apps, wie o2 Music, Mein o2 und ähnliche.

 

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