Linux Mint 17 Cinnamon – The best of both Worlds!

Als Linux werden im Allgemeinen auf Unix basierende, freie Betriebsysteme bezeichnet. Während es zu Beginn lediglich ein Derivat – Minx – gab, finden sich heutzutage unzählige Varianten, mit variierenden Backends und graphischen Oberflächen. Zu den bekanntesten zählen sicherlich Suse Linux, mit der Windows-ähnlichen Oberfläche KDE und Ubuntu, mit seiner eigenen Unity Oberfläche. Ein Großteil der Linux Derivate basiert auf Debian, so auch das in diesem Artikel thematisierte – und von mir selbst genutzte – Linux Mint, mit seiner Cinnamon Oberfläche.

Solltet Ihr im Linux-Bereich Einsteiger sein, lege ich Euch dieses sehr ans Herz. In der, stark an OS X und Windows angelehnten, Cinnamon Shell, werdet Ihr Euch dank eben dieser Tatsache schnell zurecht finden. Per integriertem Software Manager lassen sich schnell und unkompliziert die gängigsten Programme nachinstallieren.

Programme installieren wie bei Windows …

Für diese Linux Variante sind – anlog zu *.exe/*.msi unter Windows – soganannte *.deb-Installer verfügbar. Letztere installieren neue Programme per Doppelklick und – falls notwendig – mit einer graphischen Oberfläche, wie Ihr es von Windows bereits gewohnt seid. Ihr könnt Euch die Distribution als ISO-Datei herunterladen, um im Anschluss ein USB Installationsmedium zu erstellen.

… und bei der Installation hilft ein Assistent!

Während meiner Anfänge im Linux-Bereich – mit Ubuntu 5 – gab es nur eine rudimentär gehaltene Installationsoberfläche. Viele Treiber mussten zudem mühsam selbst kompiliert werden, um die gesamte Hardware eines PC oder Laptop nutzen zu können. Ich erinnere mich noch lebhaft an die Stunden, die ich mit der Installation von WLAN- und Graphikkarten-Treibern verbracht habe. Heute sieht dies – in der aktuellen Linux Mint 17 Cinnamon Version – deutlich anders aus. Wie auch bei Windows bringt Linux viele der benötigten Treiber von Hause aus mit und installiert diese von Beginn an. Hängt Ihr an einem Netzwerkkabel prüft Mint zudem bereits im Rahmen der Installation auf Updates, lädt diese herunter und installiert sie gleich mit. Auch das Installationsmenü hat sich stark weiterentwickelt und führt Euch so genauso leicht und intuitiv durch die Routine, wie es bei OS X und Windows schon lange der Fall ist.

Modern, aufgeräumt & einfach!

Die graphischen Oberfläche wirkt modern, aufgeräumt und intuitiv. Sie erinnert in den Einstellungen sehr stark an Apple. Was die wenigsten wissen: auch Apple basiert auf Unix, so dass sich ganz automatisch Analogien und Ähnlichkeiten ergeben. Die Menüs sind klar strukturiert und man findet als Nutzer schnell was man braucht. Auf dem Desktop grüßt einen die – aus Windows gewohnte – Taskleiste mit Startmenü. Ergänzt wird sie durch sogenannte Applets für Lautstärke-Regler, Benutzerwechsel, Datum, Uhrzeit und vielem mehr. Sie sehen aus wie eine Mischung aus Windows und OS X, befinden sich technisch allerdings wesentlich näher an letzterem.

Eine sehr an Windows Vista und die frühen Versionen von Windows 7 erinnernde Erweiterung, bieten die sogenannten Desklets, die es Euch ermöglichen, dem Desktop zum Beispiel ein Wetter-Widget hinzuzufügen. Ah ja, Widgets! Das kennen sicherlich viele von Euch bereits von ihrem Android Smartphone. Kein Wunder, denn Googles Android basiert auf einem Linux Kernel!

Betriebssystem ohne wenn und aber …

Linux wirkt mit seiner Oberfläche nicht länger wie ein Nischenprodukt für Geeks und Nerds. Es ist vielmehr zu einem System herangewachsen, in dem sich jeder Nutzer schnell und gut zurechtfinden kann. Wer es einfach nur ausprobieren kann, hat dank Live-System, Dual-, oder TripleBoot ganz einfach und schnell die Möglichkeit. Wenn Ihr wissen wollt wie’s geht, Dann schaut doch einfach mal in meinen Artikel zum Thema MultiBoot auf Laptop und PC.

… auf dem sogar Windows Programme laufen!

Wollt ihr zudem Programme wie etwa Microsoft Office installieren und zum laufen bringen, müsst Ihr Euch über den Software-Manager vorab lediglich Wine installieren. Bei Wine handelt es sich um einen Emulator, der alle notwendigen Laufzeitbibliotheken aus Windows mitbringt. Über ihn kann man, nach seiner Installation, eben auch Anwendungen wie Microsoft Office installieren, die eigentlich nur unter Windows laufen würden.

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