Vergleich – Cyanogen OS vs. Google Android

Was zu Beginn lediglich Google’s obligatorische Antwort auf das Apple iPhone gewesen sein mag, ist seitdem jedoch zu einem weit verbereiteten und beliebten Betriebssystem herangewachsen – die Rede ist von Android. Heute nutzen – alleine in den Vereinigten Staaten – über 107 Millionen Menschen täglich ein Smartphone mit Google Android, weltweit sind es gar fast 1,5 Milliarden Menschen. Das, was Android zu etwas besonderem macht, ist auch der große Unterschied zu all seinen Mitbewerbern: Power, Vielseitigkeit, und Anpassbarkeit. Das soll hier allerdings kein Liebesgedicht an Google Android als Software werden – als Beleg lest Ihr am besten meinen Vergleich zwischen Android und iOS. Ich will heute viel mehr einen Vergleich zwischen Google Android und Cyanogen OS aufstellen, einer modifizierten Drittanbieter-Version von Android, die viele Features hinzufügt und Euch als Nutzer zusätzliche Kontrolle über Euer Gerät bringt. Fangen wir also direkt an!

Was genau ist Cyanogen OS?

Lasst uns zunächst Eines klarstellen: Cyanogen OS ist kein Betriebssystem im eigentlichen Sinne, da es in der Tat nur eine modifizierte Version von Google’s Android ist. Somit ist Cyanogen OS, wenn man so will, bestenfalls ein Feature-Pack für das Android System, welches auch hier als Basis dient. Die Anpassung von Android durch Dritte ist dabei möglich, weil Android selbst eine Open-Source Software ist, auf der jeder Entwickler nach Belieben aufbauen darf. Übrigens auch der Grund für die Vielzahl an Custom ROMs, die man für einige Geräte in Foren wie XDA und ähnlichen findet. Abgesehen von Apples iPhone, kann man sagen, dass fast alle populären Smartphones eine modifizierte, oder mit eigenem Launcher versehene Android Version nutzen, von Samsung’s TouchWiz über  OxygenOS auf dem OnePlus 3 bis hin zu HTC’s Sense ROMs.

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Unter der Haube ist der größte Teil des Cyanogen OS Quellcodes noch immer ein völlig normales Android, und die Nutzererfahrung somit in weiten Teilen völlig identisch. Was den Unterschied ausmacht, sind die einzigartigen Features, welche Cyanogen OS – inspiriert durch viele Custom ROMs und deren Entwickler – standardmässig in das Android System integriert. Unterteilen kann man die Features im Wesentlichen in vier Kategorien, Anpassbarkeit, Performance, Sicherheit und Langlebigkeit.

Die Anpassbarkeit von Cyanogen OS

Eines der größten Verkaufsargumente für Android ist der hohe Grad der Anpassbarkeit. Das Potential, welches Nutzer haben, um Ihr Gerät zu personalisieren, hat historisch Vergleiche mit iOS provoziert, da dieses – bekanntermaßen – nicht in einem eben so hohen Maße personalisiert werden kann, es sein denn man führt einen Jailbreak durch. Schaut man jedoch etwas genauer hin, sind die Möglichkeiten im Falle eines Vanilla Android ebenfalls beschränkt. Gut, man kann ein eigenes Wallpaper wählen, eigene Klingeltöne erstellen, und – in manchen Fällen – die Form und Größe der Schrift, die im System genutzt wird, verändern. Ohne das Gerät zu rooten, oder den Launcher eines Drittanbieters zu installieren, sind aber hier die Möglichkeiten nahezu erschöpft.

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Die Möglichkeiten bei Cyanogen OS sind da bereits sehr viel umfassender, was es deutlich von einem puren Android unterscheidet. Viele der besonderen Anpassungsmöglichkeiten halten mit der, in Cyanogen OS enthaltenen, Theming Engine Einzug. Sie ist im Wesentlichen eine mächtige App, die direkt in das System integriert wurde, und es Euch erlaubt, viele kostenlose und kostenpflichtige Themes zu laden und einzustellen, um den Look and Feel Eures Smartphones grundlegend zu verändern. Richtig, Hersteller wie Huawei, Samsung und HTC haben inzwischen nachgezogen und eine ähnliche App fest integriert. Google selbst bleibt sich allerdings treu und verzichtet in seinem Stock Android auf derartige Möglichkeiten und Apps.

Mit der angesprochenen Theming Engine, könnt Ihr Systemfarben, Schriftarten, Animationen, Quick Setting Tiles, und vieles vieles mehr völlig frei und individuell, nach Eurem Gusto anpassen. In der Tat könnt Ihr dabei aus tausenden Kombinationen wählen. Ihr könnt sogar auswählen, welche Apps gethemed werden sollen, und welche nicht.

Seid Ihr Jemand, der viel Wert auf Personalisierung legt – so wie ich – solltet Ihr einen Blick auf Cyanogen OS, oder seinen für eine Vielzahl von Smartphones verfügbaren Bruder, CyanogenMod riskieren. Unabhängig davon, wie viele der genannten Einstellungen Ihr verändert, bleibt die Nutzer Erfahrung die eines puren Android, bei dem – so scheint es – lediglich einige versteckte Features aktiviert wurden.

Cyanogen OS und Performance

Bereits vor Cyanogen OS gab es CyanogenMod, eine Open-Source Software, die nach wie vor eines der berühmtesten Drittanbieter Betriebssysteme ist. CyanogenMod wurde von einer großen Community aus Hobby-Entwicklern programmiert, die Funktionen integrierten, welche sie in einem puren Android vermisst haben. Zusätzlich zu den Personalisierungsoptionen, die ihren Weg in Cyanogen OS gefunden haben, enthält CyanogenMod einige Performance Kontrollen, die Euch den CPU und GPU gleichermaßen übertakten lassen.

Cyanogen Inc. hat Performance zur top Priorität während der Cyanogen OS Entwicklung erklärt.

Als fein geschliffenere, kommerziell vermarktete, Variante und OEM-freundliche Version von CyanogenMod, enthält Cyanogen OS eine gleichwertige Prozesskontrolle. Dennoch nutzt die kommerzielle Variante des Systems einen völlig anderen Kernel, als Stock Android und wurde für Geschwindigkeit und flüssige Übergänge optimiert.

Während diese Modifikationen unter der Haube immer gerne gesehen sind, ist der Otto-Normal Nutzer aber sicherlich mehr an den positiven Auswirkungen auf den täglichen Gebrauch seines Smartphones interessiert. Da trifft es sich gut, dass Cyanogen Inc. noch weitere Verbesserungen vorgenommen hat, wie etwa die Gestensteuerung, für die CyanogenMod seine Bekanntheit erhielt. So startet ein – auf den deaktivierten – Screen geschriebenes “V“, das Blitzlicht der Kamera, um dieses als Taschenlampe zu verwenden. Andere Gesten, wie Double-Tab-2-Wake können bis heute nur in anderen gethemten Versionen von Android gefunden werden – wie LG’s UX, OnePlus‘ Oxygen OS, oder HTC’s Sense.

Weitreichende Audio Kontrollen wurden ebenfalls direkt in Cyanogen OS integriert.

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Lasst uns aber nicht die viel praktischeren Performance Verbesserungen vergessen, wie etwa erweiterte und verbesserte Audio Kontrollen, die in Cyanogen OS integriert wurden. Es gibt noch immer eine große Zahl an Android Nutzern, die ihre Geräte nur aus einem Grund heraus rooten: die Installation von Drittanbietersoftware zur Verbesserung der Audioleistung und -qualität ihrer Smartphones. Bei Geräten, die unter Cyanogen OS laufen, ist eine high-quality, verlustfreie Audioverarbeitung durch das integrierte AudioFX bereits enthalten. Dies ist ein Audio Command Center, über welches Ihr eine Vielzahl an Anpassungsoptionen für Euren Audiogenuss habt. Zusätzlich bietet AudioFX Euch ein Feature, namens LiveDisplay, welches die Helligkeitssensoren des Gerätes nutzt, um die Displayhelligkeit, so wie die Farben und Sättigung anzupassen. Diese Technik soll sicherstellen, dass Ihr immer und überall das gleiche Darstellungserlebnis Eures Smartphones habt, unabhängig von der Umgebung und deren Lichteinflüsse auf die Sichtbarkeit des Displays.

Durch all diese Anpassungen, habt Ihr nie das Gefühl eine Drittanbieter Software zu verwenden, sondern vielmehr ein verbessertes, flüssigeres, erweitertes Stock Android. Klingt doch als ob Träume wahr würden, oder!?

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