Android Theming – Substratum löst Layers ab!

Die Theming Engine Layers Manager hat sich schon seit langer Zeit zu einem mächtigen Nachfolger der CyanogenMod Theming Engine entwickelt und kommt heute auf zahlreichen Custom ROMs zum Einsatz. Der Layers Manager baut dabei auf dem – von Sony entwickelten – PRO Framework auf, und erlaubt einen komplexen und weitreichenden Wechsel zwischen unterschiedlichen System-Ressourcen, sowie die Möglichkeit weit mehr Elemente eines Android System anzupassen, als es noch mit PRO machbar war.

Um die eigene Arbeit an PRO weiterzuführen, und sich zugleich vom Layers Manager zu differenzieren, hat Sony zuletzt einen Relaunch seiner Entwicklung unter dem Namen OMS (Overlay Management Service) durchgeführt. Wie der Name bereits impliziert, handelt es sich bei OMS ebenfalls um ein Framework sowie einen entsprechenden Client, für das Managen verschiedener Overlays, welches es den Anbietern erlaubt Overlays zu aktivieren/deaktivieren und deren Prioritäten dynamisch zu steuern.

Ich nutze hier gerade sicherlich Begrifflichkeiten, die nicht jedem direkt eingängig sein werden. Daher ein kurzer Satz der Erklärung: Overlays, oder Layers, sind nichts anderes als sehr umfangreiche Themes, die in der Lage sind System- und Drittanbieter-Apps ebenfalls in ihrem Aussehen anzupassen.

Sony’s OMS verursacht allerdings einige Konflikte mit seinem Mitbewerber, Layers. Begründet ist das darin, dass in Layers einige Funktionen traditionell durch die Themer selbst kontrolliert werden konnten, während es bei OMS nicht der Fall ist. Um diese – durch OMS aufgeworfenen – Konflikte zu umgehen, haben sich alle, an unterschiedlichen Umsetzungen des Layers Manager, beteiligten Entwickler zusammengeschlossen und mit der Arbeit an Substratum begonnen.

Um es in den Worten des, hinter dem Layers Manager stehenden, Entwickler Syko Pompos zu sagen:

Mit der Einführung von Substratum, werden Overlays heruntergeladen, auf dem Gerät kompiliert und anschließend als Drittanbieter App auf der /data-Partition installiert. Einmal installiert, wird eine *.idmap-Datei und ein Link zu dieser erzeugt, welcher das System anweist die Ressources zu aktualisieren und so das neue Systemtheme zu laden. Ein Benachrichtigung wird den Nutzer dann darauf hinweisen, dass das neue Theme bereit ist genutzt zu werden und das Packet entsprechend installiert wurde.

Substratum versucht dabei Funktionalitäten von Layers, mit einigen der herausragenden Eigenschaften der CyanogenMod Theming Engine zu kombinieren, so dass es auch die vollständige Compile-on-Device Engine umfasst. Overlay werden also nicht länger übereinandergelegt, um individuelle Elemente des System anzupassen, sondern vielmehr gemeinsam injiziert, um ein einziges Overlay zu erzeugen. Compile-on-Device stellt dabei auch eine Abwärtskompatibilität sicher (als Bsis-API dient die API Version 23) und erlaubt es, dass Themes, die ursprünglich für Android Marshmallow erstellt wurden, auch auf Android Nougat weiterhin zu funktionieren. Themes können nun auch on-the-fly angepasst und andere Apps parallel ausgeführt werden, ohne das ein Reboot notwendig wird – wie es heute auch schon von den Theming Engines auf Huawei oder HTC Smartphones bekannt ist.Allerdings sind Letztere leider nicht annähernd so mächtig wie Substratum.

Darüber hinaus trägt Substratum zum Vorteil der Entwickler und User bei. Es warnt Nutzer, falls ein Theme veraltet ist (zum Beispiel weil es für eine ältere Version von Substratum entwickelt wurde), räumt ihnen aber die Freiheit ein es dennoch anzuwenden, falls sie das Risiko der Instabilität eingehen wollen. Schon jetzt ermutigt es ROM Entwickler, die neue Substratum Engine in Custom ROMs zu integrieren, wie etwa die letzte Chroma Build für das Nexus 4 zeigt. Sollte dies bei einer ROM noch nicht so sein, kann die Engine von jedem Nutzer einfach aus dem Google PlayStore nachinstalliert werden. Eine Profilverwaltung ist bereits in Arbeit, die es in der Theorie erlauben soll seine Setups zu speichern und auf leichte Art wiederherzustellen.

Mit der Aussage, dass Substratum Themes in ihrem Aufbau sehr ähnlich zu CyanogenMod Themes sein sollen, will man die Schmerzen eben jener Entwickler lindern, die für beide Varianten entwickeln, und so eine Koexistenz auf beiden Systemen erlauben. Eine besonders gute Nachricht für Entwickler dürfte wohl das Anti-Piracy Feature von Substratum sein. Es soll verhindern, dass geschützte Overlays von anderen Personen widerrechtlich verwendet werden, erkennt Mißbrauch und löscht das Overlay im Fall der Fälle automatisch aus dem System.


Auch wenn der Layers Manager bis heute einen sehr guten Lauf genossen hat, wird er schon bald zugunsten von Substratum und der Compile-on-Device Engine eingestellt, die in den Mittelpunkt der aktuellen Entwicklung rücken wird. Auch wenn Substratum nicht mit veralteten, für Layers entwickelten, Overlays kompatibel sein wird, erhalten Themer durch die Entwickler eine – nach deren Angaben – einfache Möglichkeit Layers Themes auf in Substratum Themes zu konvertieren.

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