Kommentar – Quo Vadis Samsung, Apple und Co.?

Pünktlich zum Start der IFA 2016 in Berlin hat der größte Android Gigant – Samsung – arge Probleme. Durch die in Brand geratenen Akkus sieht sich Samsung sogar gezwungen, das aktuelle Note 7 einer der größten Rückrufaktionen in der Firmengeschichte zu unterziehen. Das Zweifelsohne geniale Gerät, und großer Mitbewerber des iPhone 7, könnte Samsung somit selbst ins Hintertreffen bringen, oder auch nicht. Grund hierfür ist, dass auch dem iPhone 7 in diesem Jahr wirkliche Innovationen fehlen; zumindest enhält es keinerlei Neuheiten, die es nicht zuvor schon einmal gegeben hätte. Die Gründe hiefür sind vielschichtig, denn jedes Wettrüsten erreicht irgendwann seinen Gipfel, auf dem es einerseits kaum mehr neue Ideen gibt, und andererseits die verwendeten Materialien an ihre Grenzen stoßen.

Eine weitere Ära endet

Bei der rasanten Entwicklung in den vergangenen Jahren wundert es schon sehr, dass Samsung bisher verschont geblieben ist. Das verschärfte Wetteifern begann bereits in 2014 erste Folgen zu offenbaren, als das Bananen-Phone aus dem Hause Apple in aller Munde zu sein schien. 2015 war es der – ohnehin seit Jahren schwer gebeutelte – HTC-Konzern, und dessen Fehlgriff hinsichtlich des – zur Überhitzung neigenden – Snapdragon 810 Prozessors. Mit LG und der, sagen wir, eher schlechten Fertigungsqualität seines modularen G5, kam in diesem Jahr ein weiterer Hersteller hinzu. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis sich  auch Samsung in diese Reihe eingliedern würde. Ich glaube, dass inzwischen auch Smartphones ihren Zenit erreicht haben.

Entwicklungszyklen werden Schall und Rauch

Als Motorola 1973 den ersten Prototypen eines Mobiltelefons entwickelte, ging niemand davon aus, dass bereits 35 Jahre später – nach einer Hochphase von nicht einmal zehn Jahren – das Ende des Handys besiegelt sein würde. Das Handy, welches spätestens mit dem Jahrtausendwechsel in unser Leben Einzug hielt, wurde schon 2002, mit der Vorstellung des HTC XDA, vom frühen Vorfahren des Smartphone, wie wir es heute kennen, abgelöst.

Unternehmen wie Siemens oder Nokia, die einst Weltmarktführer auf dem Handy Markt gewesen sind, sind heute nur noch Schall und Rauch. 2013 wurden weltweit erstmalig mehr Smartphones als Handys verkauft. So, wie die heutige Generation ein Telefon mit Wählscheibe nicht mehr kennt, wird es künftigen Generationen mit dem Handy gehen. Eine ähnliche Entwicklung sehen wir bei PCs und Notebooks. Der klassische Computer und das weit verbreitete Notebook werden durch das Tablet abgelöst. Bereits bei der nachfolgenden Generation werden sie mittelfristig in einer Nische landen. Schon heute reicht das Tablet für alltägliche Aufgaben aus. Viele technische Highlights der letzten 20 Jahre, von denen wir dachten, wir würden sie ewig nutzen, sind schon jetzt Vergangenheit.

Die Entwicklung schreitet rasend schnell voran. Das ist nichts Neues oder auch nur überraschend. Es bedeutet nur, dass es Dinge, wie wir sie heute kennen und die wir ganz alltäglich nutzen, in absehbarer Zeit nicht mehr geben wird. Das Handy der 90er ist das Smartphone von heute. Das Tablet ist für Viele das, was damals Computer und Notebook waren. Viele der alten Technologien existieren für eine Zeit parallel, bis sie dann in die Nische gedrängt werden. Wenn man sich das auf der Zeitleiste anschaut, wird schnell klar, dass auch die Entwicklung beim Smartphone den Zenit erreicht hat. Revolutionäre Innovationen bleiben aus. Der Desktop-PC wurde innerhalb von 20 Jahren vom Tablet verdrängt. Das Handy hat es knapp zehn Jahre geschafft. Das Smartphone gibt es nun seit sieben Jahren und die Geräte werden zwar konsequent weiter entwickelt, aber Revolutionäres hat der Markt lange nicht gesehen.

Die nächste Ära steht bereit

Stattdessen läuten Apple, Google, Samsung und Co. die nächste Geräte-Ära ein: die der Smartwatches und Wearables. Das Smartphone, so wie wir es heute kennen, wird in zehn Jahren nicht mehr von der Masse genutzt, da ist sich der englische Zukunftsforscher Dr. Ian Pearson sicher. Er sagt, die Technik der Smartphones wird mehr und mehr unsichtbar. Geht es nach Pearson, wird das Thema der Zukunft Augmented Reality sein – die Verschmelzung der realen Umgebung mit der virtuellen Welt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s

Create a website or blog at WordPress.com

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: