Google News – Alphabet Inc.mit deutlichem Quartalsgewinn!

Mit rund 22,5 Milliarden US-Dollar hat die Google-Holding Alphabet Inc. in den drei Monaten bis 30. September das dritte Quartal 2016 abgeschlossen. Das ist ein Zuwachs von 20 Prozent im Jahresvergleich. Von dem Geldberg blieben – nach Abzügen – 5,8 Milliarden Betriebsgewinn (+26%) beziehungsweise 5,1 Milliarden als Reingewinn (+27%). Das geht aus den, am vergangenen Donnerst, veröffentlichten Finanzzahlen hervor. Das erfolgreiche Quartal war in Alphabets Aktien bereits eingepreist. Sie legten im nachbörslichen Handel um zirka ein Prozent zu. Vor allem Googles Erfolge mit seiner mobilen Suchmaschine lassen den Milliardenumsatz anschwellen.

Der Konzern nutze die günstige Gelegenheit und kündigte in diesem Zuge ein neues Aktienrückkaufprogramm an. Alphabet wird dabei eigene Aktien der C-Kategorie im Gesamtwert von 7.019.340.976,83 Dollar aufkaufen und löschen. Der Betrag – so Alphabet – errechnet sich aus 26, der Zahl der Buchstaben im englischen Alphabet, potenziert mit der Eulerschen Zahl. Das Ergebnis dieser Berechnung wurde mit einer Million multipliziert.

Einen Zeitplan für die Rückkäufe gibt es jedoch aktuell noch nicht. Die C-Aktien gewähren, im Unterschied zu den A- und B-Aktien, zwar kein Stimmrecht, werden durch die stille Dividende aber erstmals eine Art Vorzugsaktie des Konzerns.

1 Jahr Alphabet Inc.

Der vorliegende Quartalsbericht ist der vierte unter dem Banner Alphabet. Vor nunmehr gut einem Jahr war der Google-Konzern umstrukturiert worden. Das Kerngeschäft blieb dabei weitestgehend bei Google, Welches unter das Dach einer Holding namens Alphabet gestellt wurde. Dazu gehören beispielsweise die Suchmaschine, das Reklamegeschäft, Google Maps, diverse Apps, YouTube und Android, das Cloudgeschäft, Play, sowie die mit diesen Angeboten in Zusammenhang stehende Infrastruktur.

Riskante, auf absehbare Zeit unrentable, Projekte wurden jedoch aus Google herausgelöst und seither als „Sonstige Wetten“ berichtet. Dazu gehören Fiber, Nest, selbstfahrende Autos, Google X, Verily, Ballons und Flugdrohnen, Google Ventures und Google Capital. Die Sonstigen Wetten machen im Vergleich zu Google – erwartungsgemäß – keine nennenswerten Umsätze, und ihre Verluste schwanken von Quartal zu Quartal, was aber kaum Aussagekraft hat.

Bei Google läuft es

Googles Quartal war aus finanzieller Sicht von keinen besonderen Einmaleffekten geprägt. Reklameplätze, die auf Googles eigenen Webseiten verkauft werden, bringen mach wie vor ein stetiges Wachstum mit sich (+23% auf 16,1 Milliarden Dollar). So etwa ist die Zahl der bezahlten Clicks in einem Jahr um satte 42 Prozent gestiegen, was den Preisverfall des Durchschnittspreises je Click von 13% mehr als wettgemacht hat.

„Wieder einmal war die [im Umfeld von Suchergebnissen auf Handys geschaltete Werbung] der primäre Umsatztreiber“,

sagte Alphabets Finanzchefin Ruth Porat in einer Telefonkonferenz mit Finanzanalysten Donnerstagabend,

„mit anhaltender Stärke bei Youtube und wichtigen Beiträgen von programmatischer Werbung sowie [dem Play Store].“

Die auf Fremdseiten vermittelten Werbeschaltungen blieben zudem stabil (3,7 Milliarden Dollar), sonstige Einnahmen haben durch ihr Wachstum ebenfalls an Bedeutung zugelegt (+39% auf 2,4 Milliarden Dollar). 

In regionaler Hinsicht berichtet Alphabet nur von einer Auffälligkeit: Der Brexit-bedingte Verfall des britischen Pfundes hat die Umsätze in Großbritannien nach Umrechnung in US-Dollar um „nur“ fünf Prozent steigen lassen. In Pfund gerechnet gab es auch in dem Königreich ein Plus von 18%.

Abschreibungen und Betriebskosten gestiegen

Sicherlich steigen – night zuletzt aufgrund der neuen Struktur – auch Googles Betriebskosten an (+20%). Hier schlagen vor allem die Datenzentren sowie Lizenzkosten für Youtube-Inhalte zu Buche. Im laufenden vierten Quartal sollen zudem die Ausgaben für Eigenreklame deutlich steigen. Klar, denn Google möchte seine Pixel-Handys an die Frau und den Mann bringen!

Auch bei den Investitionen in Sachanlagen spielen Datenzentren den Hauptkostentreiber. Dieser Posten ist um knapp 100 Millionen Dollar auf 2,4 Milliarden Dollar angewachsen. Erwartungsgemäß sind auch Googles Abschreibungen gestiegen, und zwar um 1,2 auf 1,5 Milliarden Dollar.

Unterm Strich beinhaltet Alphabets Geldspeicher zum Quartalsende 83,1 Milliarden Dollar. Das sind 4,6 Milliarden mehr als zu Beginn des dritten Quartals 2016. Der fade Beigeschmack ist allerdings, dass Google etwa 50 Milliarden dieser Geldreserven außerhalb des Heimatlandes hält, da die USA ausländische Gewinne bei Rückführung ins Inland noch einmal besteuern würden.

Nach diesem ersten guten Jahr unter dem Dach der Alpjabet als Holding, darf man sicher gespannt sein was das kommende Jahr bringen wird, und wie die Verkäufe der neuen Pixel Phones die jährlichen Statistiken beeinflussen werden. Ich gehe davon aus, dass der Effekt durchaus wieder einmal deutlich positiv ausfallen wird. Aber warten wir es ab.

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