Kommentar – Phablet oder Smartphone, gibt es noch den Unterschied!?

Konnte man bis vor einiger Zeit noch klar zwischen Smartphone und Phablet unterscheiden, verschwimmen die Grenzen heute zusehends. Inzwischen scheint es immer schwerer zu werden anhand von Indikatoren, wie Bildschirmdiagonale, oder Größenverhältnis von Display zu Gesamtmaßen – der Aspect Ratio – zwischen diesen beiden Gerätetypen zu unterscheiden. Ist der Begriff Phablet vor diesem Hintergrund überhaupt noch von Relevanz, kann man überhaupt noch zwischen Smartphone und Phablet differenzieren, oder sollte die Grenze neu gezogen werden? Insbesondere in Anbetracht der diesjährigen Flaggschiffe hat mich diese Frage in den vergangenen Tagen meher und mehr beschäftigt. Grund genug also, dem einen Kommentar hier auf meinem Blog zu widmen.

Smartphone vs. Phablet – Früher und Heute

Betrachtet man eine Grafik, die ich online gefunden, und an dieser Stelle als Beitragsbild für den Artikel herangezogen habe, lässt sich anhand der dort gezeigten Geräte noch klar nach Smartphones, Phablets und auch Tablets unterscheiden. Die Definition ist dabei denkbar einfach, folgt sie doch der Bildschirmdiagonalen in der folgenden Art und Weise:

  • Smartphone: Display ≤ 5″
  • Phablet: 5″ < Display < 7″
  • Tablet: 7″ ≤ Display

Hier galt jedoch auch noch ein Seitenverhältnis von 4:3 und später 16:9. Bereits im vergangenen Jahr begannen die Displays im 16:9 Format bei High-End Smartphones auf 5,2″, oder gar 5,5″ zu wachsen, was sie per oben genannter Definition nicht mehr als Smartphones, sondern nunmehr als Phablets klassifiziert, wie etwa das HTC 10. Eine weitere Dimension würde mit Geräten des Jahres 2017 eingeführt, wie etwa dem Samsung Galaxy S8 mit einem 5,8″ Display, bei einem Seitenverhältnis von 18,5:9, oder dem LG G6 mit 5,7″ Display und einem Verhältnis von 18:9. Auch diese beiden Smartphones müssten demnach als Phablets kategorisieren werden. Aber stimmt das wirklich, oder benötigt man einfach nur einen neuen Maßstab!? Welchen Maßstab sollte man dann aber als neue Messgröße definieren?

Die effizient nutzbare Displayfläche macht aus einem sehr einfachen Grund ebenfalls keinen wirklichen Sinn, denn hierzu müsste man zusätzlich definieren, ob es sich um die genutzte Fläche bei üblichen 16:9 Anwendungen und Videos, oder aber mit und/oder ohne die am Rand abgerundeten Ecken handelt. So oder so ist die Angabe der Displaydiagonalen bei den aktuellen und kommenden Smartphone und Phablet Generationen irreführend für den Käufer auf der einen Seite, wie auch für die Ermittlung der Gerätekategorie auf der Anderen. Auch das HTC 10 und das Samsung Galaxy S8 würde ich persönlich demnach klar als Smartphone und nicht als Phablet einstufen. Schwieriger wird es da wohl schon beim kommenden HTC U11, welches durch ein 5,5″ großes 16:9 Display und den Rahmen um dieses herum auf die beachtliche Größe von 153,9 x 75,9 x 7,9 mm anwächst.

Maße vs. Aspect Ratio – Ein Definitionsversuch

Bleibt nach dem gesunden Menschenverstand nur eine Möglichkeit der Differenzierung, die Maße des jeweiligen Mobile Device, als Maßstab für dessen Kategorie. So würde ich das Vorjahres HTC, HTC 10, bei einer Größe von 145,9 x 71,9 x 9,0 mm noch als Smartphone ansehen, während dies für das HTC U11 bereits nicht mehr gilt. Die Tiefe würde ich bei dieser Betrachtung sogar außen vor lassen, und eher definieren, dass ein Mobile Device bis zu einer Höhe und Breite von 146 x 72 mm als Smartphone, und darüber hinaus bereits als Phablet anzusehen ist.

So kann man als Käufer schnell erkennen, bei welchem Gerät man – im Verhältnis zu dessen Maßen – das größtmögliche Display erhält, indem Hersteller – anstelle der Diagonalen – mit der Aspect Ratio zwischen Body und Display, sowie der effektiv nutzbaren Fläche des Display – ohne Status- und Navigationsleiste – werben könnten. Dies würde nicht nur eine klarer definierte, auf die neuen Gegebenheiten angepasste, Kategorisierung ermöglichen, sondern vielmehr auch eine angemessenere Vergleichbarkeit bei immer neuen Seitenverhältnissen der Displays sicherstellen.

Fazit

Einen Unterschied kann man demnach sehr wohl noch erkennen. Allerdings passt die damals getroffene Definition, und die auf Ihr fussende Kategorisierung, nicht mehr zu den aktuellen Entwicklungen der Branche. Gerne könnt Ihr mir Eure Meinung zu diesem Thema in den Kommentaren mitteilen, und so über Sinn und Unsinn derartiger Abgrenzungen diskutieren.

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2 Kommentare zu „Kommentar – Phablet oder Smartphone, gibt es noch den Unterschied!?

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  1. Ich habe mich damit nie wirklich beschäftigt. Daher war mir nicht klar, was ein Phablet ist. 😀 Generell erinnern mich diese Gedanken an Diskussionen zu verschiedenen Musikrichtungen, wo jede Neuerung einen eigenen Namen bekommt und dann wild gestritten wird, ob das X, Y oder Z ist. Wenn sich die Größen der Geräte nun etwas ändern, kann man mit allen „Typen“ doch noch immer schöne Sachen machen. In der Mitte gibts halt eine Grauzone mit variablen Ausmaßen. Auf der einen Seite dann die kleineren, smarten Telefone und auf der anderen eben die kleinen, smarten Bildschirme.

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    1. Genau auf diesen Punkt wollte ich mit meinem Beitrag hinaus. Es gibt inzwischen Smartphones und Tablets, mit einem schwimmenden Übergang zwischen eben diesen beiden Varianten. Phablet war ein Modebegriff, der zwischenzeitig für den – nicht näher definierten – Übergangsbereich genutzt wurde, in Ermangelung einer durchgangigen Größenänderung bis zu dem Zeitpunkt. Inzwischen findet der Begriff Phablet in der Tat kaum mehr Anwendung, da man zur Unterscheidung eben Deine Herangehensweise wählt.

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