Android O – Developer Preview 2

Es ist wieder einmal diese Zeit des Jahres. Google’s jährliche I/O-Entwickler-Konferenz ist für Android-Enthusiasten wahrscheinlich wie Geburtstag und Weihnachten auf einmal. Jedes Jahr bombardiert das Unternehmen uns mit Neuigkeiten im Zusammenhang mit allem, was Google in den letzten Monaten erarbeitet hat. Eine Sache, auf die man sich jedes Jahr aufs neue, bis nach dem Keynote-Event gedulden muss, ist es die Android-O-Beta-Version auszutesten. Es ist zwar nun schon ein paar Tage her, dass Android O’s Beta-Programm live war, und Google hat sogar flashable Images für jedermann auf kompatiblen Geräten veröffentlicht, um sie ausprobieren zu können. Ich habe in den vergangenen Tagen an einem Artikel gearbeiter, der Euch auch von mir einen ausführlichen Blick auf die Android O Developer Preview 2 gibt, den ich nun endlich mit Euch teilen möchte.

Quick Settings in neuem Desgin

Eine der auffälligsten Änderungen in der neuen Entwicklervorschau sind die neu gestalteten Schnelleinstellungsseiten, auf die der Blick als eines der ersten Elemente fällt. Wie Ihr in den Screenshots unten erkennen könnt, sind die schnellen Einstellungen jetzt in einem Graustufen-Schema. Im Vergleich zu dem Schwarz-Weiß-Schema, das in Android seit Lollipop prominent ist, muss ich sagen, dass ich noch nicht sicher bin, ob mir das neue Android O, oder aber das aktuell noch gültige Android N Design gefällt.

Alle anderen Änderungen an den Schnelleinstellungsseiten gefallen mir aber sehr gut. Sie zeigen jetzt den Provider oben links und das Signal, die Zeit und den Akkustand oben rechts an. Die Schaltflächen zum Bearbeiten der Schnelleinstellungs-Kacheln, Ändern von Benutzerprofilen und Verknüpfungseinstellungen wurden unter die Schnelleinstellungen-Kacheln verschoben. Das Datum ist ebenfalls nach unten links verschoben worden, neben die oben genannten Knöpfe. Persönlich denke ich, dass es sinnvoller wäre, bliebe das Datum oben in der Mitte, wie es bereits viele Custom ROMs haben.

Icon-Shapes des Pixel-Launcher ändern

Mit dem Start von Google Pixel und Pixel XL mit Android 7.1, hoffte Google, dass die Entwickler beginnen würden runde Symbole in ihren Anwendungen zu unterstützen. Ob Euer Gerät runde Symbole unterstützt und anzeigt, letzten Endes die Entscheidung des jeweiligen OEM ist, begannen viele Entwickler langsam damit runde Symbole in ihren Apps einzuführen. Um es den Entwicklern zu erleichtern, mehrere verschiedene Symbolformen zu unterstützen, hat Google sogenannte „Adaptive Icons“ eingeführt, als sie die erste Android O Developer Preview angekündigten. Und jetzt können wir endlich diese Funktion endlich, in Googles eigenem Pixel Launcher, in Aktion sehen.

Wie Ihr oben sehen können, gibt es eine neue Einstellung im Pixel Launcher, mit der zwischen dem normalen Kreissymbol (keine Änderung), quadratischen Icons, abgerundeten Eckrectangle-Icons, Squircles und zylindrischen Icons auswählen kann.

Widget-Auswahl per Long-Press des App-Icon

Langes Drücken auf eine App bringt bereits seit Android 7.1 Nougat eine Liste der verfügbaren App-Shortcuts auf den Bildschirm. Jetzt fügt Google noch eine zusätzliche Funktion hinzu, wenn Du lang auf das Symbol einer App drückst. Wir können nun per Long-Press auf das Symbol ebenfalls einen schnellen Zugriff auf die App-Widgets erhalten. Wenn Ihr – wie ich eine Unmenge von Apps installiert habt, die noch obendrein jeweils mehrere Widgets haben, wird diese neue Methode, um auf Widgets zuzugreifen, definitiv schneller als das Scrollen durch eine riesige Liste aller Widgets. Diese Funktion ist jedoch nur auf dem Pixel Launcher in Kombination mit der Android O Developer Preview 2 verfügbar.

Benachrichtigungspunkte auf dem Startbildschirm

Google hat bereits vor der aktuellen I/O eine neue Funktion in Android O, namens Notification Dots (deutsch: Benachrichtigungspunkte), geteased. Viele von uns verbringen einen großen Teil ihrer Zeit am Smartphone damit auf den Homescreeen seine Smartphones zu blicken. Benachrichtigungs-Badges waren bisher ein Grundlagenfeature alternativer Drittanbieter-Launcher, wie es bspw. beim Nova Launcher seit Jahren der Fall ist. Aber es scheint, dass Notification Dots von Google den Badges den Kampf ansagen wollen.

Wie Ihr im Feature-Image sehen könnt, gibt es einen Badge, welches an dem Instagram-Symbol erscheint. Zieht man die Statusleiste herunter, so erkennt man tatsächlich, dass es eine ausstehende Instagram-Benachrichtigung gibt. Aber Benachrichtigungspunkte gehen über das Badge-Konzept noch einen Schritt hinaus, da man nun auch lange auf das App-Symbol drücken kann, um die Benachrichtigung zu sehen, ohne die Statusleiste herunterziehen zu müssen. Für wirklich lange Geräte wie das Samsung Galaxy S8 oder Galaxy S8+, ist dies sicherlich unschlagbar, wenn es darum geht im Vergleich die Statusleiste jedes Mal herunterzuziehen zu müssen – vorausgesetzt, dass diese Funktion jemals ihren Weg auf diese Geräte schafft, natürlich.

Night Light führt Intensity-Slider ein

Night Light ist eines der nützlichen Features auf dem Google Pixel und Pixel XL, obwohl eine ähnliche Funktion in OEM-Software existiert hat, bevor Google diese beiden Geräte veröffentlichte. Die Night Light-Funktion auf Android 7.1 und die erste Android O Developer Preview bietet nur die Möglichkeit zu ändern, wann das System den Modus aktiviert. Beginnend mit der zweiten Android O Developer Preview können wir nun auch die Intensität des Farbfilters ändern.

Dies ist sicherlich eine nützliche Funktion, wenn Ihr anpassen wollt, wie viel Rot-Tönung auf Eurem Bildschirm angezeigt wird. Denkt aber daran, dass Night Light noch nicht auf dem Nexus 5X oder Nexus 6P unterstützt wird (laut Google wegen fehlender Hardware-Kompatibilität), so dass Ihr dort auch weiterhin auf Drittanbieter-Apps oder Custom ROMs zurückgreifen müsst, um diese Funktion zu replizieren

Autofill Service

Android O führt auch endlich eine native Unterstützung für Passwort-Management-Anwendungen ein. Was die Funktion für uns als Anwender bedeutet, will ich daher an dieser Stelle kurz erläutern.

Wenn Ihr auf „Einstellungen > Telefon > Sprache & Tastatur“ geht, und den Abschnitt „Advanced“ ausklappt, seht Ihr dort jetzt den Autofill Service unter „Eingabe Hilfe“. In diesem Menü ksnn man den Autofill Service auswählen, der für die Eingabe von Anmeldeinformationen verwendet werden soll. Derzeit ist nur der Autofill-Service der Google PlayService verfügbar (com.google.android.gms / .autofill.service.AutofillService). Hoffentlich werden wir schon bald anfangen unsere Lieblings-Passwort-Management-Apps mit Updates für das Autofill Framework ausrollen zu sehen. Aber angesichts der Tatsache, dass dies nur eine Entwickler-Vorschau ist, ist es am besten, diesen Entwicklern auch dien Zeit einzuräumen, es mit ihren Apps ans Arbeiten zu bekommen.

Verbesserte Optionen zum Batterie Management

Android O nimmt einige drastische Änderungen an der Art und Weise, wie Funkempfänger arbeiten (im Grunde genommen legen sie die überwiegende Mehrheit der impliziten Funkempfänger still) vor und beschränken zudem, wie oft eine App den Standort anfordern kann. Diese beiden Änderungen alleine werden die Lebensdauer einer Batterie und die Speicherleistung auf Eurem Gerät drastisch beeinflussen.

An dieser Stelle gibt es auch einigen Änderungen des User-Interface, die wir bereits zu schätzen wissen sollten. Innerhalb der Batterie-Einstellungen gibt es jetzt neue Indikatoren, die uns sagen, wie lange die letzte vollständige Ladung her ist, unsere Bildschirmnutzung und App-Nutzung seit der letzten Aufladung zeigen. Dies sind – wie wir alle wissen – sehr nützliche Diagnosedaten, so dass daran festgestellt werden kann, ob das Smartphone solange durchhält, wie wir es von ihm erwarten würden, und falls dem nicht so ist, welche App die Ursache dafür sein kann, dass der Akku so schnell stirbt.

Wenn wir dabei eine – sich schlecht verhaltende – App entdecken, können wir direkt die jeweilige Batterieverbrauchsseite aufrufen und ihre Hintergrundaktivitätsberechtigung deaktivieren. Es gibt auch Batterieverbrauchswarnungen, die den Batterie-Einstellungen hinzugefügt wurden.

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