Projekt – Ein Röhrenradio wird zum MediaServer!

[Update 24. Juni 2018] Schon seit einigen Jahren schielte ich immer wieder in Richtung eines NAS, um mir den Wunsch eines eigenen MediaServer und damit verbunden auch einer personal Cloud zu erfüllen,so dass ich über das heimische WLAN auf meine Musik zugreifen kann, ohne mich stets an den Rechner bewegen zu müssen. Bisher konnte aber nichts meinem Anspruch gerecht werden, diese Tatsache auch mit einem stylischen Look zu verbinden. Da stolperte ich vor einiger Zeit bei einem guten Freund – er wird sicher wissen wer gemeint ist, wenn er das hier liest – über ein umgebautes altes Röhrenradio, welches es erlaubt seinen MP3-Player mit diesem zu verbinden und die Musik über diesen schicken old-school Kasten wiederzugeben.

Die Idee, und damit auch schon ein grober Plan war geboren. Nach einigen Recherchen im Netz gewann diese Idee merklich an Substanz, und die Teilebeschaffung konnte endlich beginnen. Gemeinsam mit meiner Freundin entschieden wir uns dazu, ein altes Röhrenradio zu suchen, um dessen Innenleben durch moderne Technik zu ersetzen. Der einfach wirkende Plan war es, einen Raspberry Pi als Basis zu verwenden, und diesen mit der notwendigen Peripherie zu versehen. Auf dem Pi sollte dabei sowohl eine Mediacenter Software, um den Musik-Stream zum und vom Server zu ermöglichen, als auch eine OwnCloud Software, um von unterwegs Daten in die personal Cloud zu laden, oder aber auf die dort vorgehaltene Musik zugreifen zu können, ihren Platz finden.

Ingredienzien – Röhrenradio und Technik

Da es den Mittelpunkt und das Gehäuse darstellen sollte, war klar, dass zu allererst ein altes Röhrenradio her musste, welches im Nachgang ausgeschlachtet, und mit der neuen Technik bestückt werden konnte. Innerhalb kürzester Zeit war ein adäquates Exemplar – die Dominante des VEB Funkwerks Dresden – für unschlagbare 20 € bei Ebay Kleinanzeigen gefunden, und wurde noch am Tag darauf beim Verkäufer abgeholt.

Nun hieß es wieder, die Suchmaschine zu befragen, um Beispiele und Anleitungen zu finden, so dass man die benötigte Hardware nach seinen persönlichen Vorstellungen zusammenstellen konnte. Die gesamte, sich aus der Suche ergebende, Technik wurde – einmal vollständig – bei Amazon.de bestellt. Um Euch den Nachbau zu erleichtern, gebe ich Euch diese hier – wie bereits bei meinem Projekt zum Bau einer iClock/iLamp – selbstverständlich mit an:

  1. Vilros Raspberry Pi 3 Complete Starter Kit (inkl. mikro-USB Stromkabel, SandDisk 16GB microSD Card, Kühlkörpern, Gehäuse und HDMI Kabel) – 69 €
  2. SainSmart HIFI DAC Audio Sound Card Module I2S – 24,99 €
  3. LEPY LP-2020A HiFi (2x 20 Watt) Stereo design Verstärker – 23,99 €
  4. Primewire – 0,5m 2x Cinch zu 2x Cinch Kabel – 6,35 €
  5. JVC CS-J420X Koaxial Lautsprecher – 17,85 €
  6. UGREEN USB C und Micro USB Kabel, 2 in 1 Ladekabel/Datenkabel – 7,99 €
  7. LED Streifen,TV Hintergrundbeleuchtung RGB USB Led Strip 50CM – 9,99 €
  8. 2 Port Cinch-Audio-Switch SpeaKa Professional – 13,99 €

  9. 2 x Belkin Stereo Audio-Cinch-Kabel 1m – 15,98 €
  10. Holz (MDF Platten), Schrauben & 4 kleine Winkel – 39,00 €

Nachdem alles im Amazon.de Einkaufswagen verstaut war, hieß es für mich nur noch, die Bestellung anzustoßen und damit auch „möge das Warten auf die Lieferung“ zu beginnen. Auf der Liste fehlt eine externe Festplatte. Ich habe dazu eine bereits in unserem Haushalt vorhandene Festplatte genutzt, auf der ich Musik und Videos für die Home-MediaServer speichere. Als externe Festplatte nutze ich eine mit ca. 2TB Speicherkapazität – solltet Ihr keine mehr übrig haben – kann zum Beispiel die Intenso Memory Center 2TB, mit einem Preis von 78,49 €.

Für den Innenumbau des Dominante Röhrenradio des VEB Funkwerks Dresden aus dem Jahr 1958, benötigt man noch entsprechende Holzkonstruktionen. Die genauen Details und Preise hierzu, werde ich Euch an entsprechender Stelle in dieseer Anleitung nachliefern. Die reinen Materialkosten für das Röhrenradio und die zu verbauende Technik belaufen sich damit zunächst auf

  • 230,10 € ohne externe Festplatte

Natürlich kann man gerade bei der Festplatte noch ein wenig sparen, sollte Euch bereits eine etwa 1TB große Platte für Eure Sammlung ausreichen. Es wäre sicherlich auch möglich, die Musik auf einem USB-Stick zu speichern, was die Kosten noch weiter senken würde.

Demontage – Röhrenradio „Dominante“ wird entkernt

Vorab sei ein Wort der Warnung, oder besser ein Hinweis zur eigenen Gesundheit erlaubt:

In derart alten Modellen eines Röhrenradio, wie in dem vorliegenden Fall, kann es sein, dass ungebundenes Asbest verwendet wurde. Bei der Demontage sollte daher in jedem Fall zur Sicherheit mit einem Mundschutz gearbeitet werden.

Beachtet man dies, kann man auch gleich los legen, und mit der Demontage beginnen.

Ich habe mich gegen eine Reinigung des Stoffbezug über den Boxen entschieden, da ich im Baumarkt über ein Kissen in – grob gewebtem – Türkis farbenen Stoff gestolpert bin, und mich spontan dazu entschieden habe, die zusätzlichen 7,99 € zu investieren und das Kissen zu kaufen.

Im Wesentlichen nimmt man in einem ersten Schritt das gesamte Innenleben auseinander. Dabei behält man aber die wichtigsten Bauteile für später über. Dazu gehören:

  1. die Glasplatte mit den aufgedruckten Senderstationen,
  2. die beiden Drehknöpfe für Sendersuche und Lautstärke,
  3. die Stangen auf welche die Drehknöpfe später wieder aufgesteckt werden,
  4. die Elfenbeintasten,
  5. den Logo-Pin auf der Platte mit der Box,
  6. die Rückwand, und natürlich
  7. der Holzkorpus

Einmal ausgeschlachtet, erhalten wir also zunächst einmal einen Holzkasten mit einigen Ausschnitten und Lüftungsgittern:

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