Google Pixel 2 (XL) – Das sind die neuen Google Smartphones!

Bereits die erste Pixel Generation, nach dem Relaunch unter neuem Namen, war sehr gut, aber nicht perfekt. So waren das Pixel und Pixel XL nicht wasserdicht und wiesen zudem Probleme mit Bluetooth und der Kamera auf. Ob und wo Google beim Pixel 2 und Pixel 2 XL nachgebessert hat, oder haben will, erfahrt Ihr hier in diesem Blog-Post. Leider kann ich Euch an dieser Stelle kein Unboxing präsentieren, da ich das Gerät weder besitze, noch ein Leihgerät von Google erhalten habe. Sollte sich dies ändern, werde ich Euch selbstverständlich ein ausführliches Unboxing, Hands-On und einen Erfahrungsbericht nachreichen.

Die Devise der ersten Pixel-Reihe hatte auch gerstern Abend bei der Vorstellung der 2ten Generation weiter bestand. Ich zitiere hier gerne noch einmal Rick Osterloh, der bereits im vergangenen Jahre den folgenden Satz prägte:

„Unser Ziel ist es, eine großartige User Experience zu schaffen“,

sagte er damals. Ob’s bei der neuen Pixel-Generation gelingt muss sich noch zeigen. Ich bin hier aber durchaus zuversichtlich.

Auch die Pixel sind nun IP67-Zertifiziert

In Sachen Verarbeitung spielt Google auf jeden Fall ganz vorne mit. Denn hier schwimmt man hinsichtlich seiner Materialauswahl gegen den aktuellen Strom! Während Samsung, Apple und HTC in diesem Jahr auf Glasrückseiten setzen, besteht das Gehäuse der Pixel-Geräte wie im Vorjahr – und bereits in meiner gestrigen Vorschau vermutet – aus einem Aluminium Unibody mit Hybridbeschichtung. Schlimm ist das nicht. Ganz im Gegenteil scheint Aluminium das Material zu sein, welches sich insbesondere Android-Enthusiasten aktuell wünschen, sind Glasgehäuse doch wesentlich Anfälliger für Bruchschäden aller Art.

Allerdings gilt die Aluminium-Aussage nur bis zu einem gewissen Grad. Denn so ganz hat Google das Thema Glas nicht aus den Augen verloren. Die Rückseiten wurden – wie bereits bei den Vorgängern der Fall – auch in diesem Jahr mit einer Glasschicht im oberen Viertel überzogen. Diese geschickte Materialkombination sorgt für einen wesentlich höheren Wiedererkennungswert der Pixel-Phones, da es dieses Design bei keinem anderen der größeren Hersteller gibt. Ob sich diese Kombination auch gut anfühlt liegt nicht zuletzt an der Verarbeitungsqualität an den Übergängen. Zu dieser mag ich mich an dieser Stelle nicht äußern, da ich – wie oben bereits erwähnt – noch kein Pixel 2 (XL) in der Hand halten durfte.

An den vier Seiten der beiden neuen Pixel gibt es keine Überraschungen. Rechts liegen sämtliche Bedienelemente, unten der USB-C-Anschluss. Der Platz daneben bleibt leer, denn Google spart sich bei den neuen Pixel-Geräten ebenfalls den 3.5mm Headphone Jack. Dafür sind die Smartphones nun nach IP67 wasserdicht. Wer Musik hören will, muss zwangsläufig auf USB-C-Kopfhörer zurückgreifen – oder auf Bluetooth-Lösungen, etwa die ebenfalls vorgestellten Pixel Buds. Alternativ könnte man sicherlich noch einen USB-C-auf-3.5mm-Adapter ausprobieren. Hier zeigte sich allerding berteits beim HTC U11, dass nur sehr wenige der frei erhältlichen Adapter auch wirklich kompatibel sind. Ich hätte befürwortet, wenn Google dem Beispiel von HTC folgt und einen entsprechenden Adapter direkt mit in die Box gelegt hätte.

Wie bereits im Vorjahr liegen die Unterschiede zwischen Pixel 2 und Pixel 2 XL im Detail, der 2017 etwas deutlicher als noch im Vorjahr ausfällt. Der Bildschirm das Pixel 2 XL bietet ein 18:9-POLED-Display und löst mit 2880 x 1440 Pixeln (538ppi) auf und misst 6″. Das 5″ große 16:9-AMOLED-Display des Pixel 2 schafft hingegen nur 1920 x 1080 Pixel Full-HD (441ppi). Auch optisch gibt es einen Unterschied: Besonders die oberen und unteren Ränder sind beim Pixel 2 XL noch einmal deutlich schmaler als beim Pixel 2. Bei beiden kommt aber Corning® Gorilla® Glass 5 zum Einsatz.

High-End-Ausstattung mit Android 8.0.0 Oreo und KI

Bei der Hardware gibt es keine Überraschungen: Mit dem Snapdragon 835, 4 GByte Arbeitsspeicher, und wahlweise 64 oder 128 GByte Datenspeicher sind die Pixel so gut ausgestattet wie jedes andere aktuelle Android-Flaggschiff auch. In Sachen purer Geschwindigkeit dürften beide Geräte dem iPhone 8 und dem iPhone 8 Plus aber unterlegen sein. Apples „A11 Bionic“-Prozessor hatte im September 2017 sämtliche Konkurrenten alt aussehen lassen.

Dies liegt jedoch eher an Apple’s Vorsprung von einem Jahr, sowie deren Sondernutzungsrechten der ARM Technologie, die für jeden Konkurrenten einen Wettbewerbsnachteil verursachen. Ob das Wetttbewerbsrechtlich in Ordnung ist, stelle ich einmal in Frage!? Aber das ist eine andere Diskussion! Allerdings geht es bei Benchmark-Ergebnissen auch nur um nackte Zahlen, die wenig über die Nutzung im Alltag aussagen.

Viel mehr als mit purer Power sollen die beiden neuen Smartphones – nach Google’s Vorstellung – aber durch das noch bessere Zusammenspiel von Hardware und Software überzeugen. Das Motto, das Google-CEO Sundar Pichai beim Event ausgab:

„AI First“,

also Künstliche Intelligenz zuerst.

2016 hat Google dieses Motto umgesetzt, indem man das Pixel und Pixel XL als erste Smartphones mit Android 7.1 und dem Google Assistant auf den Markt gebracht hat. In diesem Jahr ist es daher eine kleine Überraschung, dass Google das Pixel 2 und das Pixel 2 XL nicht mit Android 8.1 Oreo ausstattet, sondern stattdessen die reguläre Version 8.0 Oreo in den Einsatz schikt, über die Google selbstverständlich den Pixel Launcher legt. Dieser kommt optisch durchaus revisioniert und überarbeitet daher. So findet sich nunmehr eine Google-Suchleiste über den Navigations-Buttons, die vorher nicht da war.

Ebenfalls neu ist das Always-on-Display, das auf Wunsch eine permanente Musikerkennung im Hintergrund bietet, die auch offline funktioniert. Anwendungsfall? In meinem Falle beispielsweise im Auto. Oftmals höre ich dort bekannte und gut klingende Lieder und will diese schnell in meine Google Playlist übernehmen, was Dank dieser Erkennung und einem Beifahrer wesentlich schneller sein dürfte, als der Umweg über Apps wie Shazam.

Google Assistant und Active Edge

Im Fokus steht aber erneut der Google Assistant. Nach der Spracheingabe oder einem langen Druck auf den Homebutton könnt Ihr den Assistant nun auch aktivieren, indem Ihr das Smartphone fest am Rahmen drückt. Die gleiche Funktion kennen Leser meines Blogs bereits vom HTC U11. Google nennt das Feature selbst „Active Edge“. Dass dieses Feature unglaubliches Potential hat, kann man beispielsweise an der Edge Sense Technologie erkennen. Der findige Entwickler j to the 4n hat dieses mittles seiner App Edge Sense Plus sogar noch um ein vielfaches erweitert hat. Ich nutze es an meinem HTC U11 regelmäßig und so wird es – denke ich – auch bei den neuen Pixel 2 Smartphones kommen.

Die beste Smartphone-Kamera der Welt?

Ohne Frage war das Highlight bei der ersten Pixel-Generation die Kamera. Auch in der neuen Pixel-Generation soll sie überzeugen. Den Trend zur Dualkamera, den sogar Samsung 2017 mitgegangen ist, setzt Google allerdings wieder aus. Dennoch bieten die neuen Pixels einen Portrait-Modus. Der Trick: Die Kamera nimmt einfach zwei Bilder schnell nacheinander auf und lässt so den Hintergrund ausblurren.

Natürlich könnt Ihr das Ergebnis auch nachträglich noch bearbeiten. Im Prinzip braucht Ihr auf nichts zu verzichten, was ein Dualkamera-Gerät nicht auch kann, nur eben mit einer Linse. In den Kameratests der „Profis“ von DxO Mark kommt das Pixel auf satte 98 Punkte und steht damit vor dem iPhone 8 Plus und dem Galaxy Note 8 auf Platz 1 der DxO-Bestenliste. Allerdings kann ich diesen Tests nicht mehr ernst nehmen, seit man dort ein – wirklich professionelles – Testschema kurz vor dem iPhone Release zugunsten überbewerteter Bokeh-Effekte geändert, und damit ad absurdum geführt, hat. Für mich ist die Kamera des HTC U11 im direkten Vergleich noch immer die beste Smartphone Kamera 2017.

Die Vorstellung hat die bereits erwarteten technischen Daten der Kameras bestätigt. So gibt es eine Hauptkamera mit  f/1.8, optischer und elektronischer Bildstabilisierung, sowie eine 8MP Frontkamera mit festem Fokus. Außerdem bietet die Kamera-Software noch den AR-Modus und Google Lens, den ich hier bereits für Euch erläutert habe.

Vorläufiges Fazit

Ein Jahr nach der ersten Pixel-Generation legt Google konsequent nach. Das Pixel 2 und das Pixel 2 XL gefallen durch das Alluminium Gehäuse, die interessante Kamera und smarte Software. Dem gegenüber stehen das Einsparen das Kopfhöreranschlusses und die hohen Preise. So bekommt Ihr das Pixel 2 mit 64 Gigabyte Speicher zum Start für 799 Euro, in der größten und teuersten Ausführung zahlt Ihr fürs Pixel 2 XL über 1000 Euro. Erhältlich sind die Smartphones ab dem 19. Oktober.

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