HTC Knowledge Center – HTC Dream/G1: das Erstgebohrene HTC!

Der vierte Beitrag aus meiner HTC-Reihe befasst sich mit dem ersten Android-Smartphone überhaupt. Ja, Ihr habt richtig gelesen! HTC war das erste Unternehmen, welches überhaupt ein Android-Smartphone veröffentlicht hat. Es handelt sich um das HTC Dream, welches auch unter anderen Bezeichnungen bekannt wurde, wie etwa als T-Mobile G1 in den Vereinigten Staaten von Amerika und Teilen Europas, oder auch den ERA Era G1 in Polen. Mit seiner Vorstellung im September 2008, und seiner anschließenden Veröffentlichung im Oktober 2008, war das Dream in der Tat das erste kommerziell erhältliche Gerät mit dem – Linux-basierten – Android-Betriebssystem, das von Google und der Open Handset Alliance gekauft und weiterentwickelt wurde, um einen Open Source Konkurrenten zu anderen wichtigen Smartphone-Plattformen seiner Zeit zu schaffen.

Habt Ihr meinen zweiten Teil aus der HTC-Beitragsreihe bereits gelesen wisst Ihr nun, ob des oben genannten Datum der Veröffentlichung, warum viele drauf Tippen, dass die von HTC klassischerweise genutze Uhrzeit 10:08 auf Pressebildern, auf die Veröffentlichung des HTC Dream als Grund dahinter tippen.

Das HTC Dream wurde weltweit überwiegend positiv aufgenommen. Während es für sein solides und robustes Hardware-Design gelobt wurde, kritisierte man jedoch gleichermaßen die Einführung des Android-Betriebssystems – insbesondere aufgrund fehlender Funktionalität und Software von Drittanbietern im Vergleich zu etablierten Plattformen. Es galt jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt, ob seiner Offenheit, seines Benachrichtigungssystems und der starken Integration der Google-Dienste als außerordentlich innovativ.

Die Entwicklung des HTC Dream/G1/Era G1

Schon im Juli 2005 erwarb Google die Firma Android Inc. unter ihrer Leitung von Andy Rubin. Diese arbeitete zu diesem Zeitpunkt bereits an einer nicht weiter spezifizierten Software für mobile Geräte. Unter der Leitung von Google wurde das Team darauf ausgerichtet, ein standardisiertes, Linux-basiertes Betriebssystem für Mobiltelefone zu entwickeln, das sich gegen Konkurrenten, wie Symbian und Windows Mobile durchsetzen können sollte. Die erste Entwicklung dessen, was Android später werden sollte, zielte noch auf ein Prototyp-Gerät mit dem Codenamen „Sooner“ ab. Besagtes Gerät, der Erlkönig der Android-Geräte, war ein Messaging-Telefon im Stil eines BlackBerry, mit einem kleinen, nicht touchfähigen Bildschirm, Navigationstasten und einer physischen QWERTY-Tastatur.

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Prototyp des HTC Sooner

Allerdings wurde Rubin bei seiner Entwicklung durch die Enthüllung des iPhones, des ersten Smartphones von Apple, und seine bahnbrechenden Designaspekte überrascht, was ihn zu einem Kurswechsel für das laufende Projekt veranlasste. Das Design des Betriebssystems wurde in Windes Eile überarbeitet und die Aufmerksamkeit auf einen neuen Prototyp, mit dem Codenamen „Dream“ verlagert – ein Touchscreen-Gerät mit einer ausklappbaren, physischen Tastatur. Die Einbeziehung einer physischen Tastatur war noch bewusst beabsichtigt, da die Android-Entwickler die Idee einer virtuellen Tastatur zu Beginn der Entstehung nicht sonderlich mochten. Ihnen fehlte bei einer solchen das physische Feedback, das Hardware-Tastaturen bis dato so nützlich machte – etwas das später durch die Vibration bei tastendruck nachgeahmt werden sollte.

Offiziell vorgestellt wurde das Android-Betriebssystem im November 2007, im Rahmen der Gründung der Open Handset Alliance (OHA), einem Konsortium von Hardware-, Software- und Telekommunikationsunternehmen, das sich der Weiterentwicklung offener Standards für mobile Geräte verschrieben hat. Zu den Gründungsunternehmen gehörte neben Google, auch HTC, da es als das Unternehmen galt, welches zu dieser Zeit ein führender OEM-Hersteller von Mobiltelefonen war.

Während Google im Jahr 2008 bekannt gab, dass bereits mehrere Linux-basierte Geräte in Vorbereitung auf den offiziellen Start von Android getestet wurden, sollte im gleichen Jahr lediglich eines veröffentlicht werden – das HTC Dream. Die Pläne sahen vor, dass das Dream bis Ende 2008 bei T-Mobile USA in den Regalen landen sollte – wobei einige Gerüchte bereits auf Oktober 2008 hindeuteten. All dies geschah mit Blick auf die Weihnachtseinkäufe.

Vorstellung & Veröffentlichung

HTC hat das Dream letztlich am 23. September 2008 offiziell bekannt gegeben, und mitgeteilt, dass es ab dem 20. Oktober 2008 zunächst in den USA, als T-Mobile G1 vertrieben werde, und seinen Weg damit in den 3G-fähigen Märkten begann. Gefolgt wurde die amerikanische von einer britischen Veröffentlichung im November 2008, und einer Veröffentlichung in anderen europäischen Ländern ab dem 24. Januar 2009. Seit dem 10. März 2009 war es zudem in Polen bei ERA als Era G1 erhältlich. Am 2. Juni 2009 wurden dann sowohl das HTC Dream als auch sein Nachfolger, das HTC Magic, auch von Rogers Wireless in Kanada veröffentlicht.

Eingestellt wurde der Verkauf des HTC Dream bei T-Mobile am 27. Juli 2010, da das G1 kurz darauf – wiederum im Oktober 2010 – durch das neue HTC-Gerät T-Mobile G2 – oder besser HTC Vision, oder HTC Desire Z – abgelöst wurde. Das G2 war damit auch das erste 4G-Smartphone von T-Mobile USA. In Kanada hat Rogers den Verkauf des Dream am 15. Januar 2010 wegen eines Fehlers ausgesetzt, der die ordnungsgemäße Nutzung von Notrufen beeinträchtigt.

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