Bloggers Desk – Was bedeutet der Trend zu Stock-Android für den Wettbewerb?

Mit Herstellern wie Motorola oder auch Nokia, entsteht eine neuer Trend bei den OEM von Android-Smartphones, denn immer mehr Hersteller verabschieden sich von ihren eigenen Benutzeroberflächen und setzen stattdessen auf ein puristisches Stock-Android. Was auf den ersten Blick nach einer Entwicklung klingt, die durchaus sionnvoll erscheint, könnte aber auf lange Sicht die Innovationsfreudugkeit des Android Ökosystem zunehmend behindern, glaubten manche. Was an diesen Vermutungen dran ist, will ich heute versuchen selber einmal tiefgreifender zu ergründen, um mögliche Pro- und Contra-Argumente genauer unter die Lupe nehmen.

Beginnen möchte ich mit da Betrachtung zwei moblier Ökosysteme, die zum Einen ein einheitliches Nutzererlebnis über alle Geräte hinweg liefern, oder auch lieferten, während sie zum Anderen sowohl ein Negativ-, als auch ein Positivbeispiel für den – im Titel erwähnten – Einheitsbrei darstellen. Die Rede ist an dieser Stelle von – wie einige von Euch sicherlich bereits erraten haben werden – Windows Mobile und Apple iOS. Auf der zweiten Seite dieses Beitrags komme ich sodann auf Android zurück, um – so hoffe ich – ein Fazit darüber tiehen zu können, welcher Weg für das wohl beliebteste mobile Betriebssystem der richtige sein könnte.

Positivbeispiel – Apple iPhone

Apple verfolgten bei seinen Designs einen minimalistischen, aber optisch attraktiven Ansatz, der die folgende Frage in den Mittelpunkt stellt:

„Was will der Nutzer am Ende erreichen – und wie erreicht er es auf dem einfachsten Weg?“

Diese Frage – nach dem sogenannten Kernnutzen – klingt in der grauen Theorie natürlich wesentlich leichter, als sie in der Praxis umzusetzen ist.

Zudem geht es Apple dabei auch immer darum, das Unwichtige wegzulassen, um das Wichtige zu betonen – keine Angst vor dem Weißraum also! Gegenredner werden an dieser Stelle laut aufschreien und von Bevormundung der Nutzer reden, wie auch ich es an dieser Stelle nur allzu gerne mache. Jedoch adressiert Apple aufgrund diesen Vorgehens gerade jene Nutzer, Die von einem Smartphone erwarten, dass es Out-of-the-Box Schlucht funktioniert, und dazueinfach un intuitiv zu bedienen ist. Insbesondere letzteres leidet aus nachvollziehbaren Gründen bei zu viel Schnickschnack.

Apple setzt Also auf das Motto „Ohne Nachdenken.“ Uns sind wir ehrlich zu uns selbst funktioniert gutes Produktdesign immer dann am besten, wenn der Nutzer so wenig wie möglich darüber nachdenken muss, wie er das Produkt nutzt, und es einfach intuitiv tut. Technik unterstützt uns demnächst Besten, indem sie in den Hintergrund tritt und uns nicht im Weg steht. Wer diese verinnerlicht hat, versteht beispielsweise auch, warum das Weglassen von Funktionen eines der großen Verkaufsargumente für Apple-Produkte ist, die sich dadurch auch in einheitlichen Design wiederfinden, welches man bewusst nutzt.

Negativbeispiel – Windows Phone

Erinnert Ihr euch noch an Windows Phone, oder habt es gar selber genutzt? Nach sieben erfolglosen Jahren im Marktsegment der mobilen Betriebssysteme, zog Microsoft im vergangenen Jahr den Stecker, und hat damit selber sein – einst so hoffnungsvoll gestartetes – mobiles Betriebssystem zu Grabe getragen. Neben vielen Gründen für das Scheitern, wie fehlendem Hardware-Support, zu hohe Lizenzkosten für Hersteller, die zu geringe App-Auswahl, und allenfalls schlechte und halbherzige Integration in das Windows Ökosystem, wird von Zeit zu Zeit auch genannt, dass am Ende jedes Windows Phone gleich aussah – zumindest, in Bezug auf die Benutzeroberfläche im Kacheldesign.

Egal wohin man blickt, vom Samsung ATIV S, über das Nokia 920 bis hin zum HTC 8X, verbot Microsoft den OEM zu jeder Zeit tiefgreifende Anpassungen am User Interface vorzunehmen, so dass am Ende jedes Smartphone mit Windows-Logo die gleiche Kachel-Oberfläche an Bord hatte. Während sich Apple bewusst anhand des eingenen, geschlossenen Ökosystem von den anderen Anbietern Differenziert, gab Microsoft Windows Phone zwar für eine Geräteübergreifende Verwendung frei, unterband jedoch zugleich die Möglichkeit, dass sich die OEM durch eingene Individualisierungen klar voneinander absetzen konnten.

Der Vergleich mit einem geschlossenen Ökosystem, wie etwa dem von Apple hinkt, und ist daher an dieser Stelle auch vollkommen fehl am Platze. Um die Ursachen für das Scheitern von Windows Phone zu beleuchten, muss man es mit einem ebenfalls Plattform-/Herstellerübergreifenden Betriebssystem, wie Google Android vergleichen. Lässt man sich auf diesen Vergleich ein, wird schnell klar, dass die von Microsoft geforderte, einheitliche Kacheloberfläche den entscheidenden Unterschied zu Android ausmachte, und ein wesentlicher Grund für das Scheitern des Systems war. Gleichzeitig stellt die Vielfalt der, von Hersteller zu Hersteller unterschiedlichen, Android UI-Varianten den großen Pluspunkt der OEM dar.

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