Project Treble Grundlagen – Projekt Treble ist wichtiger, als Ihr dachtet.

Während scheinbar alle nach der Google I/O über die Gestensteuerung von Android 9.0 P streiten, oder aber über die neuen Funktionen sprichwörtlich in Ohnmacht fallen, hat etwas viel Spannenderes in keiner Weise die Aufmerksamkeit bekommen, die ich denke, dass es verdient hat: die ersten Früchte von Googles Arbeit mit Project Treble sind bereits klar zu sehen! In einem – zumindest für mich persönlich – völlig unerwarteten Schritt veröffentlichte Google die erste Beta-Version von Android P nicht nur für seine eigenen Pixel-Smartphones, sondern auch für Smartphones sieben weiterer Unternehmen. Dass Besitzer der betreffenden Smartphones auf diesem Wege ebenfalls einen frühen Blick auf Android P werfen können, ist aber das nicht der eigentliche Grund, aus dem heraus die Ankündigung so aufregend ist.

Die eigentliche Bedeutung besteht darin, dass sieben Smartphone-Hersteller hierdurch bereits bedeutend früher als üblich auf Android P zugreifen und mit der neuen Plattform arbeiten können. Ja, Google hat sich in der Vergangenheit mit Nexus-Herstellern zusammengeschlossen, und für einige Sony-Smartphones waren auch damals Developer Preview-Versionen von Android verfügbar. Aber dies heute ist eine ganz neue Ebene des Herstellerzugriffs, und das alles, weil diese Smartphones alle Project Treble für eine nahtlose Anwendung von Software-Updates unterstützen. Indem sie Project Treble unter Android Oreo out of the box aktivieren, können diese Unternehmen Android P leichter und schneller auf ihren Smartphone lauffähig machen, da die ROM von der für Oreo entwickelten Firmware getrennt ist.

Google lieferte die Grundlagen und Werkzeuge, um die Software schnell zu aktualisieren.

Sony, Nokia, OnePlus, Oppo, Xiaomi, Essential und Vivo sind alle Teil des Beta-Programms. Das sind riesige Unternehmen, die jährlich Dutzende von Millionen Smartphones verkaufen. Und nun hat jeder einzelne von ihnen bereits damit begonnen, Android P auf seinen Smartphones zu integrieren – etwa sechs Monate bevor Android P mit dem kommenden Pixel 3 veröffentlicht wird. Und lasst uns eines klar machen: das hilft ihnen nicht nur, P-Updates für das eine Smartphone, das Teil des Betaprogramms ist,  zu veröffentlichen – es setzt vielmehr die gesamte Entwicklung in Gang, um Android P schneller für einen großen Teil ihre gesamte Produktpalette verfügbar zu machen.

Es gibt hier viele bewegliche Teile, die letztendlich Android P-Updates von diesen Firmen behindern könnten, aber Google hat den Grundstein gelegt und die notwendigen Tools zur Verfügung gestellt, damit jeder von ihnen neue Software in einem viel schnelleren Zeitrahmen veröffentlichen kann. Sowohl der extrem frühe Zugriff auf die Software als auch ein Betriebssystem, das einen einfacheren Update-Prozess ermöglicht, ist ein Rezept für schnellere Software-Updates für Endanwender. Es ist im Moment nicht so aufregend wie die Verwendung der neuen Gestenschnittstelle von Android P, aber es ist unbestreitbar wichtiger für den gesamten Android-Markt.

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