Bloggers-Desk – Wie ich zum Modding kam, und wo der Weg hinführt!

Ich möchte Euch heute nach langer Zeit wieder einmal einen etwas persönlicheren Artikel präsentieren. Er soll Euch, als Lesern meines Blogs, einen tieferen Einblick darin geben, was mich in meiner Freizeit – insbesondere in Bezug auf Smartphones – bewegt, und mich letztlich dazu antreibt diesen Blog zu schreiben. Dabei kann es daher lediglich um ein Thema gehen, Modding! Warum mache ich dies? Was sind die Vorteile, und warum zur Hölle habe ich noch nicht damit aufgehört – oder vielleicht doch? Die Antworten werde ich Euch, anhand einer kurzen Geschichte durch meine Smartphone-Historie, gerne geben.

Modding – Was ist das?

Beginnen wir zunächst sehr allgemein, mit der Definition des Begriffs Modding:

Modding ist ein Slangausdruck, der vom Verb „modify“ abgeleitet ist. Modding bezieht sich auf den Akt der Modifikation von Hardware, Software oder praktisch allem anderen, um eine Funktion auszuführen, die nicht ursprünglich vom Designer konzipiert oder beabsichtigt war, oder um eine benutzerdefinierte Spezifikation zu erreichen. Es ist weit verbreitet bei der Übertaktung von Computern, um die Frequenz zu erhöhen, mit der die CPU arbeitet.

Ihr erkennt also, dass auch meine kleinen handwerklichen Projekte, wie „Ein Röhrenradio wird zum MediaServer!“, oder auch „Aus iMac G4 werden iClock und iLamp!“ in den Bereich des Modding fallen. Heute soll es aber darum gehen, einen Blick darauf zu geben, wo das Modding bei mir persönlich seinen Ursprung nahm.

Becoming a Modder – Wie und warum alles begann!

Dem Grunde nach fasst die Überschrift es bereits wundervoll zusammen, denn in meinem speziellen Falle wurde aus einem Modder, über den Weg eines Moderator im größten deutschsprachigen Smartphone Forum Handy-FAQ.deHandy-FAQ.de, ein Blogger in eigener Regie.

Anno 2007 – HTC Desire: App2SD Dank Root!

… oder:

„Was auf einem PC unter Windows und/oder Linux geht, muss doch auch unter Android möglich sein, oder!?“

Ja genau so war es. Meine Neugierde brachte mich dazu, auszuprobieren, ob sich das – auf Linux basierende – Android Betriebssystem, ebenfalls mit root, also den Privilegien eines Administrators betreiben ließe. Wenn ich heute überlege warum ich dies tat, so fällt mir auch dies sofort wieder ein: ich brauchte mehr Platz für neue Apps, und wollte daher einige – nicht benötigte – Stock Apps auf der /system-Partition loswerden, um diesen Platz zu schaffen.

„Ich wollte Platz schaffen für neue Apps & App2SD nutzen!“

Außerdem wollte ich Apps auch auf die externe SD-Karte installieren können, um so meinen internen Speicher weitestgehend frei zu halten. Unter dem damals auf dem HTC Desire laufenden Android 2.2 Froyo, war die Methode schnell bei XDA gefunden: unrEVOked3. Von SuperSU und Chainfire hatte ich zu dieser Zeit noch nicht einmal gehört, geschweige denn eine Ahnung, dass es auch dieses Tool gab. So weit so gut, ich hatte also meine ersten Schritte in die Welt des Modding gemacht. Aber dabei blieb es natürlich nicht.

Anno 2008 – HTC Sensation: Hello Custom ROM!

Schon bald fand ich heraus, dass findige Entwickler, die obendrein in der Materie um ein Vielfaches bewanderter waren, als ich es selbst heute bin, bestehende ROMs umgestalteten, oder aber AOSP Stock Android ROMs auf alle möglichen Geräte portierten. Warum das so interessant ist, fragt Ihr?! Die Antwort fällt mir recht leicht zu geben: weil derartige ROMs zumeist eine große Vielfalt an zusätzlichen Funktionen mit sich brachte, die die Hersteller zu dieser Zeit noch nicht bereitstellten.

Sicherlich schlafen Google, HTC und Co. nicht, wenn es darum geht, einige dieser Funktionen künftig als Kernanwendungen in Ihren Android ROMs zu implementieren, aber bis dies so weit ist, gibt es de facto nur eine Möglichkeit diese Funktionen zu erhalten: eine Custom ROM! Hinzu kam schnell S-OFF, womit man alle Sicherheitskontrollen deaktivieren, und so auch lästige Hinweise im Bootloader durch geschickte – wenn auch gefährliche – Eingriffe deaktivieren konnte.

Anno 2009 – HTC One X: Kein S-OFF, aber Repartitionieren!

Das HTC One X hatte sicherlich einen Vorteil, der im – wenn es zum Modding kam – auch gleichermaßen zum Nachteil gereichte: einen leistungsstarken NVidia Tegra Grafikchip. Er war zwar das Beste, was man sich in Sachen Grafik seinerzeit vorstellen konnte, verhinderte zugleich jedoch auch den – von meinem HTC Sensation bereits gewohnten – S-OFF. Ein entsperrter Bootloader war daher das einzige was bei diesem HTC möglich und sinnvoll war.

Da Entwickler in dieser Zeit auch damit begannen die ROMs des jeweiligen Nachfolgers zurück zu portieren, erwuchs bei meinem HTC One X – das bereits die ViperX geflasht hatte, aber inzwischen nur noch ein Ersatzgerät neben dem HTC One (m7) war, ein neues Problem. Die Systempartition des HTC One X war zu klein, um die portierte ROM des HTC One (m7) aufnehmen zu können. Natürlich war dies nur ein kurzzeitiger Hinderungsgrund. Sehr bald erschien nämlich auch eine TWRP Custom Recovery, die in der Lage war, die Partitionen des HTC One X in ihrer Größe zu verändern, indem es sie ganz neu anlegte.

Gesagt getan, habe ich die Partitionstabelle kurzerhand mit deren Hilfe geändert, um auch weiterhin die neueste Version der ViperX ROM des Venom ROMS Entwicklerteam auf meinem HTC One X nutzen zu können – und sei es nur, um zu zeigen, dass es ging.

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